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Auto1 Group plant Börsengang - unter anderem mit der Deutschen Bank an ihrer Seite

Bereits im November positionierte sich die Bank im schwellenden Streit mit der Auto1 FT aufseiten der Gebrauchtwagen-Plattform. Nun steht sie ihr beim geplanten Börsengang auch als eine von vier Joint Global Coordinators zur Seite.

Börsengang der Auto1 Group (Symbolbild) | Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com | Igor Golovniov

Der Online-Autohändler Auto1 Group plant einen milliardenschweren Börsengang. Bereits im Laufe des ersten Quartals 2021 strebt das Start-up eine Notierung am regulierten Markt (Prime Standard) der Frankfurter Wertpapierbörse an. Das gab das Start-up in einer Mitteilung bekannt.

BNP Paribas, Citigroup, Goldman Sachs, und Deutsche Bank fungieren als Joint Global Coordinators und Joint Bookrunners.

Zudem unterstützen Barclays, HSBC, NumisSecurities Limited, und RBC Capital Markets die Transaktion als Joint Bookrunners. Die Crédit Agricole Corporate und Investment Bank, Commerzbank, Mizuho Securities und Wells Fargo Securities agieren als Co-Lead-Managers

Deutsche Bank gab der Auto1 Group den Vorzug

Dass die Deutsche Bank dem Start-up beim Börsengang in der ersten Reihe zur Seite steht, ist keine große Überraschung. Im Streit zwischen dem Online-Autohändler und dem einst angedockten Fintech Auto1 FT hatte sich die Bank bereits im Herbst klar aufseiten der Auto1 Group positioniert - und sich als Investor aus dem Fintech zurückgezogen.

Deutsche Bank und Allianz steigen bei Fintech Auto1 FT aus

Während die Auto1 Group öffentlich aufgrund eines Gesellschafter-Streits von der eigen Tochter abgerückt ist, pocht diese allerdings auf die Erfüllung bestehender Verträge.

Auto1 FT pocht auf gültige Verträge mit Auto1 

Insidern zufolge könnte die Bewertung des Start-up beim Börsengang nun fünf Milliarden Euro erreichen. Laut der Pressemitteilung rechnen die Gesellschafter mit einem Bruttoerlös von ca. 1 Mrd. Euro aus dem Verkauf neu geschaffener Aktien an.

Rund 750 Mio. Euro sollen direkt wieder in die Beschleunigung weiteren Wachstums gesteckt werden, insbesondere von Autohero, einer Plattform auf der europaweit Gebrauchtwagen zu Festpreisen angeboten werden Zudem sollen daraus operative Investitionen finanziert und die Bilanz gestärkt werden.

Wandelanleihe soll zurückgezahlt werden

Bereits im Sommer 2020 hatte das Start-up über eine Wandeldarlehen Geld eingesammelt, um das Wachstum von Autohero zu beschleunigen. Diese soll nun aus dem Erlös des Börsengangs zurückgezahlt werden.

Das Angebot ist als öffentliches Angebot in Deutschland und Privatplatzierungen bei institutionellen Investoren in bestimmten Rechtsordnungen außerhalb Deutschlands geplant.

Mit mehr als 615.000 verkauften Gebrauchtwagen allein im Jahr 2019 ist die Auto1 Group nach eigenen Angaben bevorzugter Anbieter für den Kauf und Verkauf von Gebrauchtwagen in der Europäischen Union. In den Jahren 2014 bis 2019 wuchs der Umsatz des Berliner Start-ups um rund 93 Prozent auf heute 3,5 Mrd. Euro.

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